Da sich der Einbrennofen zum Pulverbeschichten sehr bewährt hat, kam bei mir der Wunsch auf, noch größere (typischer Weise längere) Werkstücke zu beschichten. Bei meinem Oldtimer-Traktor sind beispielsweise die Lenkgestänge oder auch diverse Hydraulik-Leitungen deutlich länger, als die Höhe eines Fasses (ca. 88cm) zu lassen würde.
Die Idee war daher, das Fass nach oben hin zu "verlängern" - also ein weiteres Fass oben aufzusetzen. Natürlich muss beim oben aufzusetzenden Fass der Boden entfernt werden. Es bietet sich daher an, Teile davon gleich als Führung bzw. Befestigung zu verwenden.
Zunächst wurden die späteren Laschen angezeichnet, dann den Ecken ausgebohrt und dazwischen der Boden ausgeschnitten. Anschließend die Laschen abrunden und passend aufbiegen.
Das zweite Fass kann nun auf das untere Fass aufgesteckt werden. Durch die Laschen wird es exakt zentriert und die Ränder sitzen perfekt aufeinander, wodurch nicht nur die Wärme im Inneren der Fässer gehalten wird, sondern auch die Belastung durch die Werkstücke ordentlich auf das untere Fass übertragen wird.
Abschließend wurden noch die Aufnahmen für die Befestigungsstange angebracht und das Fass wieder mit Steinwolle gegen Wärmeverluste isoliert.
Befüllt wird die Konstruktion klarer Weise wieder von oben - das bedeutet für mich, dass Einbrennen von langen Teilen ist nur im Freien möglich, da natürlich auch eine Leiter nötig ist, um die Gesamthöhe von rund 1,80m samt dem Werkstück zu überheben und dieses dann in den Ofen herab zu lassen.
Natürlich benötigt das deutlich höhere Volumen auch länger zum Aufheizen, aber nach ca. 35 Minuten ist die Solltemperatur von 190°C erreicht.







