Während ich das Zwischengehäuse ausgetauscht und dabei auch die Stiftschrauben bzw. die Gewindebohrungen zum Getriebegehäuse gereingt habe, riss mir beim Eindrehen einer Stiftschraube das Getriebegehäuse. Üblicherweise passiert dies, wenn man die Stiftschraube zu fest eindreht - der Gußteil bricht mit einem deutlichen Knacken.
Da ich dieses Knacken aber nicht wahrgenommen habe, liegt die Vermutung nahe, dass das Gehäuse bereits angebrochen war und der bestehende Bruch von mir "nur noch" vervollständigt wurde.
Nach Rücksprache mit einem Schweiß-Guru konnte ich aufatmen - er meinte, dass auch so etwas geschweißt werden kann. Risse im Guß sind am besten mittels Spezialelektrode (Elektrodenschweißen) zu reparieren.
Um ein Eindringen der Schmelze in die Gewindebohrung zu verhindern, wird diese mittels einer Messingschraube geschützt. Die Schmelze verbindet sich nicht mit dem Messing - die Schraube kann nach dem Schweißen problemlos herausgedreht werden.
Die Risse werden zunächst mit der Flex großzügig erweitert, um einer ordentlichen Schweißnaht Platz zu bieten. Die umliegenden Teile werden mittels nasser Tücher vor Schweißspritzern geschützt - dann kann geschweißt werden.
Zunächst wurden die beiden Risse mittels der Elektrode verschweißt, dann mit der Flex in Form gebracht und die Fehlstellen nochmals überschweißt. Abschließend wurden beide Nähte ordentlich zugeputzt und wieder korrekt lackiert.
Die Arbeit ist definitv nur etwas für einen absoluten Schweiß-Profi und ich darf mich auch an dieser Stelle nochmals bei meinem Kollegen bedanken, der mir hier, für gerade mal ein "kühles Blondes", geholfen hat. Weiters sollte man nur zu zweit arbeiten - der Funkenflug (Schweißspritzer) ist extrem und der zweite Mann/Frau muss ständig irgendwo löschen!






