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Putzen, putzen, putzen, ...

Lagergehäuse innen mit Kugellager... und ein bisserl Lackieren ist das Thema dieses Beitrages. Um die Teile wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen, ist es vorallem einmal notwendig, alles ordentlich zu reinigen. Wie auch schon beim Zwischenachsgehäuse beschrieben, muss hier in mehreren Schritten vorgegangen werden.

Zunächst ist alles von der zentimeterdicken "Patina" zu befreien. Diese besteht aus einer guten Mischung aus Öl, Staub und Erde - an manchen Stellen, habe ich auch dünne Lackschichten dazwischen entdeckt. Hier wurde also eindeutig ohne Reinigung einfach d'rüber lackiert (mit der Lackierpistole). Hier verwende ich Kunststoffspachteln und normale Spachteln. Der Vorteil der Kunststoffspachtel ist, dass man nicht so aufpassen muss, wie mit den üblichen Blechspachteln, mit denen man ja auch schnell mal einen nicht gewollten tiefen Kratzer in die Oberfläche "zaubern" kann. An hartnäckigen Stellen hilft die Drahtbürste - diese sollte man in den unterschiedlichen Größen parat haben.

Lagergehäuse außen mit KugellagerLagergehäuse außen gereinigt ohne KugellagerLagergehäuse innen gereinigt ohne KugellagerHinterachswelleHinterachswelle gereinigt

Danach kommt bei mir üblicherweise der Hochdruckreiniger zum Einsatz. Hier sollten aber bereits alle etwas heikleren Teile (z.B. Kugellager, o.ä.) entfernt sein. In schwierigen Fällen gebe ich in den Reinigungstank des Hochdruckreinigers Kaltreiniger hinzu.

Vor dem eigentlichen Lackieren muss natürlich alles abgetrocknet sein und die Oberfläche nochmal gut entfettet werden. Dafür verwende ich einen Entfetter auf Wasserbasis von Tiger-Lacke. Danach wieder Grundieren und zweimal Decklack aufbringen.

Bei der grünen, innenliegenden Lackschicht habe ich die Farbe nicht getroffen, wird aber egal sein, da sie nirgends sichtbar ist. Sollte jemand die genaue RAL-Nummer kennen, bitte in einem Kommentar veröffentlichen.

AchstrichterAchstrichter AußenseiteAchstrichter InnenseiteAchstrichter Innenseite lackiertAchstrichter lackiert

Ich habe bemerkt, dass manche Kugellager unbedingt einer gewissen Aufmerksamkeit bedürfen. Wenn man diese mit der Hand dreht, hört man deutlich, dass da "Sand im Getriebe" ist. Wenn man an den "Ölgatsch" denkt, der da teilweise drinnen war, eigentlich kein Wunder. Zunächst muss das Kugellager ausgebaut werden - heikel, denn die Dinger sitzen wirklich fest. Ich hab mir einen Holzpflock gesucht, der exakt auf die Kante des Lager aufzusetzen ist und dann vorsichtig mit einem größeren Hammer das Lager herausgeschlagen.

Kugellager

Wenn das Kugellager ausgebaut ist, dieses in Benzin (Reinigungsbenzin funktioniert noch besser, verdunstet aber total schnell) einlegen und mit einem Pinsel auswaschen. Zum Schluss am besten mit Druckluft ausblasen, damit auch der letzte Dreck rauskommt. Möglichst wenig drehen, denn jetzt fehlt jede Schmierung. Zu guter letzt, das Lager wieder schmieren, am besten zunächst einmal mit einem Spray, damit wirklich wieder jede Rille, Kugel, Halterung mit einem ordentlichen Schmierfilm überzogen ist.

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