Da der verbaute Zahnkranz meines Steyr 288 doch mehr als deutliche Abnutzungen zeigte (siehe Foto), war klar, dass im Zuge der Restaurierung dieser erneuert werden musste. Der Zahnkranz ist am Schwung aufgepresst - ist also mit dem Schwung nur durch Klemmen verbunden.
Abmontiert habe ich den Zahnkranz durch ein paar gezielte Schläge mit Hilfe eines Meisels. Zum Aufbringen greift man am besten in die physikalische Trickkiste. Zunächst habe ich den Zahnkranz im Backrohr rund 10 Minuten auf 200°C erhitzt, wodurch sich der Ring leicht ausdehnt. Da ich mir nicht sicher war, wie gut meine Idee funktioniert, habe ich den Schwung auch noch leicht eingefettet - sinnlos, wie sich herausstellte. Der erwärmte Zahnkranz fällt völlig problemlos auf die vorgesehene Nut des Schwungs und kann - solange er noch erwärmt ist - widerstandlos am Schwung gedreht werden. Ist der Zahnkranz abgekühlt hält er "bombenfest"!
In den Schwung selbst muss noch das (neue) Kugellager für die Antriebswelle und der als Begrenzung für das Kugellager dienende Sicherungsring eingesetzt werden.
Bevor der Schwung selbst montiert werden kann, ist die Anschlussplatte am Motorgehäuse zu verschrauben. Zu erwähnen ist, dass diese mit zwei (2) Passstiften exakt positioniert wird. Die Bohrung eines Stiftes in der Anschlussplatte wurde ursprünglich mit zwei Körner etwas verengt - offensichtlich um die Platte zu fixieren. Es empfiehlt sich, diesen Passstift zuerst in die Anschlussplatte einzupressen und erst danach die Platte (samt Stift) an den Motor zu schrauben. Setzt man den Passstift zuerst ins Motorgehäuse wird er durch die Körner in der Anschlussplatte nur tiefer ins Motorgehäuse geschoben und sitzt nicht ordernlich in der Anschlussplatte.
Anschließend kann der Schwung am Motor befestigt werden. Dazu werden sechs (6) Dehnschrauben verwendet. Warum an dieser Stelle Dehnschrauben nötig sind, kann ich nicht nachvollziehen - vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee. Wie dem auch sei, bis jetzt ist es mir nicht gelungen neue Dehnschrauben aufzutreiben - diese sollten ja eigentlich nicht wieder verwendet werden ...





