Die Probleme beim Handbremshebel sind denen der Lamellenkupplung ähnlich. Auch hier ist genau darauf zu achten, dass die Klinkenstange den korrekten Winkel aufweist. Nach dem Zusammenbau des Hebels habe ich bemerkt, dass der Bolzen zur Monatage der Sperrklinke nicht komplett durch den Hebel ragt.
Zunächst hatte ich den Verdacht, den falschen Bolzen verbaut zu haben, konnte dies aber schnell ausschließen. Tatsächlich musste ich feststellen, dass die Sperrklinke deutlich dicker war (8mm), als die bei der Lamellenkupplung verbaute (5mm). Damit kann der Bolzen nicht weit genug in den Hebel gleiten.
Anscheinend wurde die Klinke irgendwann einmal ausgetauscht und durch einen Nachbau der Plusserie ersetzt - diese weisen zwar die gleiche Form auf sind aber eben deutlich dicker. Ich habe die Sperrklinke daher abgeschliffen - mit einer Stärke von 5mm passt sie perfekt und auch der Bolzen ragt wieder komplett durch den Hebel.
Bekanntlich hat der Steyr 288, wie die meisten Traktoren, geteilte Fussbremshebeln - also einen für das linke und einen für das rechte Hinterrad. Die Verbindung zum Handbremshebel erfolgt auf den linken Fussbremshebel, über die Sperrklinke an den Pedalen dann im geschlossenen Zustand auch auf den rechten Fussbremshebel. Bei der ersten Montage der beiden Fussbremshebeln ist mir aufgefallen, dass auf der Welle der Hebeln ein deutliches Längsspiel zum Sicherungsring (Seegerring) vorhanden war. Um zu verhindern, dass die Hebeln beim Bremsen quasi mit "Anlauf" gegen den Sicherungsring schlagen, habe ich zwischen den beiden Fussbremshebeln einen selbstgefertigten Messingring eingesetzt. Damit liegt der rechte Fussbremshebel nur spielfrei am Seegerring an.
Bevor man die Verbindung vom Handbremshebel zum Fussbremsehebel montiert, sollte man den Schalter für das Bremslicht an der Zuglasche montieren. Der Schalter ist im betätigten Zustand elektrisch offen, müsste sonst also beim Montieren betätigt werden, um ihn festschrauben zu können - dies ist zwar sicherlich möglich, einfacher ist es aber ihn vorher zu montieren.
Nun kann die Zuglasche am Gewinde der Verbindungsstange so eingestellt werden, dass beim Anheben des Handbremshebels sofort der linke Fussbremshebel bewegt wird. Ist die korrekte Position gefunden, wird die Zuglasche mit Hilfe der Kontermutter gesichert!



